Die Energiewende verlangt nach neuen Antworten für eine effiziente Stromerzeugung und –speicherung. Brennstoffzellen und Batterien als Hoffnungsträger sind aktuelles Thema der 10. Niedersächsischen Summer School für Studierende und Doktoranden vom 25. bis 29. September im CUTEC-Forschungszentrum der TU Clausthal.

Die Summer School „Brennstoffzellen und Batterien“ organisiert CUTEC seit 2008 federführend in Zusammenarbeit mit einer niedersächsischen Universität. In diesem Jahr ist es die TU Clausthal mit dem Institut für Chemische und Elektrochemische Verfahrenstechnik. Rund 50 Studierende, Doktoranden und junge Ingenieure technischer und naturwissenschaftlicher Fachrichtungen bundesweit nehmen teil. Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie beleuchten die erforderlichen Grundlagen von der Theorie bis zur erfolgreichen Umsetzung in der Praxis. Diese praxisnahe Berufsvorbereitung der Nachwuchswissenschaftler trägt längst Früchte: Viele Teilnehmer früherer Veranstaltungen arbeiten heute in Industrie und Forschung an Lösungen zu Fragestellungen, die zuvor in der Summer School thematisiert wurden. Denn nur durch einen umfassenden Blick auf die Wechselwirkungen zwischen Technologie, Wissenschaft und industrieller Anwendung lassen sich die richtigen Schlüsse aus der „Herausforderung Energiewende“ ziehen.

Während die Batterietechnik im Zuge der Elektromobilität momentan in aller Munde ist, scheint die Brennstoffzellentechnologie in eine Art „Dornröschenschlaf“ gefallen zu sein. Aus technischer Sicht haben jedoch beide Alternativen längst ihre Marktreife bewiesen, sagt Dr. Andreas Lindermeir, Abteilungsleiter Chemische Energiesysteme des CUTEC-Forschungszentrums der TU Clausthal. Erste Serien-PKW mit Brennstoffzellenantrieb würden zeigen, dass das Rennen um die Mobilität der Zukunft noch nicht endgültig entschieden ist. Welche Technologie sich letztlich durchsetzen wird, hänge von vielen Faktoren ab: Neben Alltagstauglichkeit, Kosten und Lade- beziehungsweise Tankinfrastruktur seien auch Aspekte der Nachhaltigkeit bei der Produktion des Kraftstoffes und der Bauteile sowie zukünftig zu erwartende Entwicklungsfortschritte entscheidend.

Neben dem Mobilitätsbereich gibt es weitere Anwendungsfelder, in denen zukunftsweisende elektrochemische Energiewandler wie Brennstoffzellen und Batterien Verwendung finden. Erdgasbetriebene Brennstoffzellenheizungen, die gleichzeitig Strom und Wärme für eine autarke Energieversorgung von Gebäuden erzeugen, sind seit einigen Jahren kommerziell erhältlich und haben ihre Alltagstauglichkeit in umfangreichen Testreihen unter Beweis gestellt. Und auch für die im Zuge der Energiewende zunehmend wichtig werdende netzferne und dezentrale Stromerzeugung und –speicherung gelten Brennstoffzellen und Batterien als vielversprechende Optionen.