Physikalische und Biologische Prozesstechnik

Abfall-Abwasser-Boden

Die Vermeidung von Abfällen jeder Art genießt heute in den Forschungsanstrengungen höchste Priorität. Ein Segment unter vielen, dem sich die CUTEC auch verschrieben hat, ist die abwasserfreie Fabrik oder der abwasserfreie Prozess. Ziel ist es dabei, das im Herstellungsprozess benötigte Wasser im Nutzungskreislauf zu halten, so dass der Frischwasserbedarf – bis auf unvermeidbare Verluste – ein Minimum erreicht. Dies ist jedoch i. d. R. mit einer Vielzahl von Aufbereitungsschritten verbunden: Beispielsweise sind organische oder anorganische gelöste Stoffe zu entfernen oder Feststoffe bzw. Partikel abzuscheiden. Außerdem ist die Schlammproblematik zu lösen. Hierbei stehen vielfach physikalische und biologische, aber auch nassoxidative Prozesstechniken im Vordergrund.
Es gibt jedoch auch Abwässer oder Abfälle, die nicht zu vermeiden sind wie Fäkalabwässer. Hier ist darauf zu achten, dass die zugehörigen Aufarbeitungsmaßnahmen einerseits möglichst ressourcenschonend durchgeführt werden, andererseits das behandelte Wasser ohne Bedenken in die Natur rückgeführt werden kann. Nur so ist eine zunehmende Anreicherung von Schadstoffen in Gewässern und im Boden vermeidbar und sichert auf Dauer unsere Lebensgrundlage. Innerhalb der Kette Abfall – Abwasser – Boden befasst sich CUTEC mit π

Unser Team umfasst zurzeit acht Wissenschaftler, vier Gastwissenschaftler, drei Techniker, einen Laboranten sowie ca. zehn studentische Hilfskräfte. Hinzu kommen etwa zehn Studien- und Diplomarbeiter.
Ein wichtiges Standbein auf den Gebieten Gewässer- und Bodenschutz sind internationale Vorhaben und Kooperationen. Dieser Bereich wird vom stellvertretenden Abteilungsleiter Dr.-Ing. T. Onyeche, der zugleich Auslandsbeauftragter der CUTEC ist, ausgebaut. Schwerpunkte dieser Aktivitäten sind u. a. Dienstleistungen in Form von Trainingsprogrammen, Unterstützung und Begleitung des Exports niedersächsischer bzw. deutscher Umwelttechnik und Austausch von akademischem Personal (siehe Kapitel „Internationale Kontakte”).
Ein weiteres Standbein ist die Verbesserung von Produktionsprozessen, die als Teilkomponente auch Wasser beinhalten oder benötigen. Schwerpunktmäßig wird hierbei die Entwicklung von neuen selektiven Trenntechniken verfolgt wie die Kombination von Membrantrennprozessen mit anderen Verfahren, z. B. Extraktion, Adsorption, Destillation. Neben einer Schließung von Wasserkreisläufen steht zunehmend auch die Verbesserung der Produktqualität oder die Entwicklung neuer Produkte im Vordergrund. Beispiele hierfür sind die beschriebenen Projekte zu den Wasch- und Nassreinigungsmaschinen sowie zur integrierten Gewinnung von Wertstoffen.

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