Mit dem Aufbau einer schwimmenden Arbeitsfläche aus fünf Pontons auf einem der Bergeteiche des Goslarer Erzbergwerks Rammelsberg, startete am 17. November am Bollrich die praktische Umsetzung des mit 1,97 Millionen Euro geförderten BMBF-Projekts REWITA.

Ziel ist die Gewinnung bedeutender Mengen an Indium und weiterer wirtschaftsstrategischer Metalle aus den hier eingebrachten Reststoffen der früheren Erzaufbereitung. Zum Forschungsverbund im Rahmen der Fördermaßnahme r4 gehören neben dem koordinierenden CUTEC-Institut weitere Partner des Recyclingclusters „Wirtschaftsstrategische Rohstoffe Niedersachsen (Rewimet)“. Projektpartner sind: PPM Pure Metals GmbH, Technische Universität Clausthal, Stöbich Holding GmbH & Co. KG, pdv-software GmbH, Harz-Metall GmbH und die Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH.

Geschätzte 100 Tonnen Indium, 180 Tonnen Gallium, 1000 Tonnen Kobalt und andere wirtschaftsstrategische Metalle befinden sich Analysen zufolge in den mächtigen Schlämmen der Bergeteiche, erklärt Verbundkoordinator Dr. Torsten Zeller, Leiter der Abteilung Metallrecycling des Clausthaler Umwelttechnik-Instituts. Die Voraussetzungen für die Tiefenerkundung der sekundären Rohstoffvorkommen in den Tailings sind nun gegeben. Ab dem 23. November sollen Probebohrungen erfolgen. Nach einem festgelegten Raster werden Bohrkerne entnommen. Diese bilden das Ausgangsmaterial für weiterführende mineralogische und chemische Analysen sowie die Entwicklung von Aufbereitungsverfahren.